Fachwissen für digitale Entscheidungen
Wofür setzt man QR-Codes auf Verpackungen ein?
Kurzantwort
Typische Ziele
- Vollständige Produktinformation, die auf der Verpackung keinen Platz hat
- Bedienungsanleitung, mehrsprachig
- Ersatzteile und Zubehör
- Nachbestellung
- Entsorgungs- und Materialhinweise
- Echtheitsprüfung
Warum dynamisch
Eine Verpackung ist ein bis mehrere Jahre im Umlauf. In dieser Zeit ändern sich Anleitungen, Ansprechpartner und Website-Strukturen. Ein statischer Code zeigt dann ins Leere – auf gedruckter Ware, die nicht zurückgerufen werden kann.
Was gestalterisch zu beachten ist
- Ausreichende Grösse. Auf gewölbten Flächen mehr als die Faustregel vorgibt.
- Matt statt glänzend. Spiegelung macht den Code im Laden unlesbar.
- Nicht auf die Kante. Der Code muss flach lesbar sein.
- Kurzer Hinweis daneben. „Anleitung und Ersatzteile" erhöht die Scanquote deutlich – ein Code ohne Erklärung wird selten gescannt.
Was oft vergessen wird
Die Zielseite muss auf dem Handy funktionieren. Wer im Laden scannt, hat ein kleines Display und eine mobile Verbindung. Eine PDF-Anleitung mit 40 Megabyte wird nicht geöffnet.
Rechtliches
Bei bestimmten Produkten schreibt das Recht vor, welche Angaben auf der Verpackung stehen müssen. Ein QR-Code kann diese Angaben ergänzen, aber nicht ersetzen, soweit die Vorschrift eine physische Kennzeichnung verlangt.
Vor der Umstellung von Pflichtangaben auf einen Code sollte das geprüft werden.
Kernfakten
- Fast immer
- Dynamische Codes wegen langer Umlaufzeit
- Erhöht die Scanquote
- Ein kurzer Hinweis neben dem Code
- Achtung
- Pflichtangaben lassen sich nicht immer ersetzen