Fachwissen für digitale Entscheidungen
Was ist der Unterschied zwischen statischen und dynamischen QR-Codes?
Kurzantwort
Statisch
Das Ziel steckt im Muster selbst. Vorteile: keine Abhängigkeit von einem Dienst, funktioniert dauerhaft, keine laufenden Kosten. Nachteile: nicht änderbar, nicht auswertbar, und je länger die hinterlegte Adresse, desto feiner und schlechter scanbar wird das Muster.
Sinnvoll für: WLAN-Zugangsdaten, Visitenkarten-Daten, Zahlungsdaten – alles, was sich ohnehin nicht ändert.
Dynamisch
Im Code steht nur eine kurze Weiterleitungsadresse. Wer scannt, landet auf einem Server, der auf das aktuelle Ziel weiterleitet.
Vorteile: Ziel jederzeit änderbar, Scans auswertbar, das Muster bleibt grob und damit gut lesbar. Nachteile: Sie sind auf den Betrieb dieser Weiterleitung angewiesen. Fällt der Dienst aus oder wird eingestellt, sind alle gedruckten Codes tot.
Die entscheidende Frage vor dem Druck
Wer betreibt die Weiterleitung, und was passiert damit in fünf Jahren? Bei einer Auflage von 50.000 Aufklebern ist das keine Nebensache. Eine eigene Domain für die Weiterleitung ist hier die sicherere Wahl als die Kurz-URL eines fremden Anbieters.
Nachträglich wechseln
Ein gedruckter statischer Code lässt sich nicht in einen dynamischen verwandeln. Wer sich die Möglichkeit zur Änderung offenhalten will, muss sich vor dem Druck entscheiden.
Kernfakten
- Statisch
- Ziel im Muster, nicht änderbar, nicht auswertbar
- Dynamisch
- Weiterleitung über Server, jederzeit änderbar, auswertbar
- Wichtigstes Risiko
- Wird die Weiterleitung eingestellt, sind gedruckte Codes wertlos