Fachwissen für digitale Entscheidungen
Was gehört in ein Kundenportal?
Kurzantwort
Der Kern
- Anmelden – sicher, mit Rücksetzfunktion und ohne Hürden
- Sehen – der aktuelle Stand des eigenen Vorgangs
- Handeln – etwas melden, anfragen, hochladen
Mit diesen drei Dingen ist ein Portal bereits nützlich. Alles Weitere baut darauf auf.
Was danach sinnvoll ist
- Dateien austauschen statt per E-Mail
- Benachrichtigung bei Statusänderung
- Rechnungen und Dokumente einsehen
- Mehrere Personen je Kunde mit unterschiedlichen Rechten
- Auswertungen für den Kunden selbst
Woran Portale wirklich scheitern
Nicht an fehlenden Funktionen, sondern an veralteten Daten. Ein Portal, in dem der Status seit drei Wochen unverändert steht, wird nicht mehr aufgerufen. Danach ruft der Kunde wieder an – und Sie haben ein System mehr zu pflegen, ohne Entlastung.
Daraus folgt die wichtigste Anforderung: Das Portal muss seine Daten automatisch aus dem System ziehen, in dem tatsächlich gearbeitet wird. Ein Portal, das jemand von Hand pflegen muss, ist von Anfang an tot.
Rechtliches
- Zugangsdaten und Sitzungen sauber absichern
- Rollen: Wer sieht welche Vorgänge? Bei Firmenkunden mit mehreren Ansprechpartnern nicht trivial
- Löschkonzept auch für Portalkonten
- Barrierefreiheit: Für viele Anbieter gelten seit dem 28. Juni 2025 die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes – das ist vor dem Entwurf zu klären, nicht danach
Der ehrliche Nutzen
Ein Portal spart Anrufe und E-Mails – aber nur, wenn es aktueller ist als die Auskunft am Telefon. Diese Messlatte ist der eigentliche Anspruch.
Kernfakten
- Kern
- Anmelden, Stand sehen, etwas anstossen
- Häufigste Ursache des Scheiterns
- Veraltete Daten im Portal
- Wichtigste Anforderung
- Automatischer Datenabgleich, keine Handpflege