Frage Nachvollziehbar belegt

Fachwissen für digitale Entscheidungen

Make or Buy: Wie entscheidet man richtig?

Kurzantwort

Mit drei Fragen: Unterscheidet uns dieser Prozess vom Wettbewerb? Gibt es ein Produkt, das ihn zu mindestens 80 Prozent abdeckt? Können wir mit den verbleibenden 20 Prozent leben? Nur wenn die erste Frage mit Ja und die dritte mit Nein beantwortet wird, ist eigene Entwicklung die richtige Wahl.

Der Entscheidungsbaum

1. Unterscheidet uns dieser Prozess vom Wettbewerb? Nein → kaufen. Ihre Buchhaltung muss nicht besser sein als die anderer.

2. Gibt es ein Produkt, das mindestens 80 Prozent abdeckt? Nein → bauen.

3. Können wir mit den fehlenden 20 Prozent leben? Ja → kaufen und anpassen. Nein → bauen, oder kaufen und die Lücke ergänzen.

Die vierte Möglichkeit, die oft übersehen wird

Kaufen und ergänzen. Standardprodukt als Basis, eigene Module über dessen Schnittstellen für die zwei oder drei Stellen, an denen es wirklich darauf ankommt. Häufig die wirtschaftlichste Lösung – und die, die am seltensten geprüft wird, weil sie in keine der beiden Schubladen passt.

Was die Entscheidung verfälscht

Der Reiz des Neuen. Etwas zu bauen ist interessanter als etwas zu kaufen. Das ist ein schlechter Entscheidungsgrund.

Die Angst vor Abhängigkeit. Auch eigene Software macht abhängig – vom Dienstleister oder vom eigenen Team.

Ein einzelnes fehlendes Feature. Ein Produkt wegen einer fehlenden Funktion abzulehnen und stattdessen alles selbst zu bauen, ist fast nie gerechtfertigt.

Wie wir damit umgehen

Wir sagen ab, wenn ein Produkt die bessere Wahl ist. Ein Projekt, das ein bestehendes Werkzeug schlechter nachbaut, nützt niemandem.

Kernfakten

Erste Frage
Unterscheidet uns dieser Prozess?
Oft übersehen
Kaufen und gezielt ergänzen

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