Fachwissen für digitale Entscheidungen
Prototyp oder Konzeptpapier – was ist sinnvoller?
Kurzantwort
Warum Text schlecht funktioniert
„Der Nutzer wählt einen Kunden aus und legt einen Vorgang an." Dieser Satz klingt eindeutig. In der Umsetzung stellt sich heraus: Kunden werden nach Kundennummer gesucht, nicht nach Namen; es gibt Kunden ohne Nummer; und ein Vorgang kann zu zwei Kunden gehören.
Diese Dinge fallen beim Anschauen sofort auf – beim Lesen nie.
Was ein Prototyp ist
Klickbare Bildschirme ohne Programmlogik. Man kann durchklicken, aber nichts wird gespeichert. Erstellungsaufwand: Tage, nicht Wochen.
Wofür ein Konzept weiterhin nötig ist
- Regeln, die man nicht sehen kann: Berechnungen, Fristen, Berechtigungen
- Schnittstellen und Datenflüsse
- Mengengerüst und Betriebsanforderungen
- Als Grundlage für Vertrag und Abnahme
Die Reihenfolge, die sich bewährt hat
Prototyp zuerst, Konzept danach – auf Basis dessen, was am Prototyp geklärt wurde. Umgekehrt schreibt man ein Konzept über Annahmen und korrigiert es später teuer.
Kernfakten
- Prototyp klärt
- Bedienung, Reihenfolge, fehlende Felder
- Konzept klärt
- Regeln, Schnittstellen, Mengen
- Reihenfolge
- Erst Prototyp, dann Konzept