Frage Nachvollziehbar belegt

Fachwissen für digitale Entscheidungen

Welche Software braucht ein Produktionsbetrieb?

Kurzantwort

Zwischen ERP und Maschine klafft in vielen Betrieben eine Lücke: Das ERP kennt Aufträge, die Maschine kennt Takte, aber niemand weiss in Echtzeit, wo ein Auftrag steht. Individuelle Entwicklung setzt meist genau dort an – Auftragsverfolgung, Rückmeldung aus der Fertigung, Qualitätsdokumentation.

Die typische Lücke

ERP: kennt Aufträge, Stücklisten, Termine. Maschine: kennt Laufzeiten, Stückzahlen, Störungen. Dazwischen: oft ein Klemmbrett.

Die Folge: Der Auftragsstatus im ERP ist nur so aktuell wie die letzte manuelle Rückmeldung.

Wo individuelle Lösungen ansetzen

Rückmeldung aus der Fertigung. Terminal an der Maschine oder Tablet: Auftrag beginnen, Menge melden, Störung erfassen. Muss in Sekunden bedienbar sein, auch mit Handschuhen.

Auftragsverfolgung. Wo steht welcher Auftrag, welche Stufe ist erreicht, wo staut es sich.

Qualitätsdokumentation. Prüfergebnisse dem Los zuordnen, rückverfolgbar. In regulierten Bereichen Pflicht.

Maschinendaten. Laufzeiten, Stillstände, Rüstzeiten – die Grundlage jeder belastbaren Aussage über Auslastung.

Der Grundsatz

Nicht das ERP ersetzen. Die Lücke schliessen und beide Seiten verbinden. Ein ERP-Wechsel ist eines der teuersten Vorhaben überhaupt und selten nötig, um das eigentliche Problem zu lösen.

Was vor dem Start zu klären ist

Welche Maschinen liefern überhaupt Daten, und über welche Schnittstelle? Ältere Anlagen liefern häufig nichts – dann bleibt manuelle Rückmeldung, und die muss dafür besonders schnell gehen.

Kernfakten

Typische Lücke
Zwischen ERP und Maschine
Grundsatz
Lücke schliessen statt ERP ersetzen
Vorab klären
Welche Maschinen liefern Daten?

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