Fachwissen für digitale Entscheidungen
Was bedeutet die Pflicht zur KI-Kompetenz?
Kurzantwort
Was verlangt wird
Beschäftigte, die KI-Systeme einsetzen, sollen deren Funktionsweise, Grenzen und Risiken einschätzen können – im Verhältnis zu ihrer Rolle und zum eingesetzten System.
Für eine Textvorschlagsfunktion genügt weniger als für ein System, das Entscheidungen vorbereitet.
Was das praktisch heisst
Nicht: eine Zertifizierung oder ein mehrtägiger Kurs für alle.
Sondern: Die Leute wissen,
- was das System tut und was nicht
- dass es sich irren kann und wie das aussieht
- welche Daten sie hineingeben dürfen und welche nicht
- wann sie das Ergebnis prüfen müssen
- an wen sie sich bei Zweifeln wenden
Ein umsetzbares Vorgehen
- Auflisten, welche KI-Systeme im Haus überhaupt genutzt werden – auch die, die niemand angemeldet hat
- Eine kurze Handreichung je System: Zweck, Grenzen, erlaubte Daten
- Eine Unterweisung, dokumentiert
- Bei neuen Systemen wiederholen
Warum das auch ohne Pflicht sinnvoll ist
Die häufigsten Schäden entstehen nicht durch schlechte Modelle, sondern durch falsche Erwartungen: Jemand verlässt sich auf eine erfundene Angabe oder gibt vertrauliche Daten in ein privates Konto ein. Beides verhindert Aufklärung besser als jede technische Massnahme.
Nachweis
Dokumentieren Sie, wer wann worüber unterwiesen wurde. Ohne Nachweis lässt sich die Erfüllung nicht belegen.
Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung.
Kernfakten
- Rechtsgrundlage
- Art. 4 EU AI Act
- Gilt seit
- 2. Februar 2025
- Kein
- Zertifikat erforderlich – aber Nachweis der Unterweisung
Quellen
Alle externen Angaben nachvollziehbar belegt.-
01
Zeitplan zur Umsetzung des EU AI Act Europäische Kommission