Fachwissen für digitale Entscheidungen
Cloud-KI oder eigener Server – was ist günstiger?
Kurzantwort
Zwei unterschiedliche Kostenmodelle
Cloud: Abrechnung nach verarbeiteter Textmenge. Keine Grundkosten, keine Investition. Wer nichts nutzt, zahlt nichts.
Eigener Server: Anschaffung oder Miete, Strom, Wartung, Personal. Diese Kosten fallen an, ob das System genutzt wird oder nicht.
Die ehrliche Rechnung
Auf die Seite des eigenen Servers gehören nicht nur Hardware und Strom:
- Einrichtung und Inbetriebnahme
- laufende Aktualisierungen von Modell und Betriebssystem
- Überwachung und Störungsbehebung
- Ersatzbeschaffung nach einigen Jahren
- Arbeitszeit – der grösste und am häufigsten vergessene Posten
Ein Vergleich, der nur Stromkosten gegen Anbieterpreise stellt, fällt zuverlässig zugunsten des eigenen Servers aus und ist zuverlässig falsch.
Wann der Wechsel sinnvoll wird
Nicht am Anfang. Der übliche und vernünftige Weg:
- Mit einem Anbieter starten und den echten Bedarf messen.
- Nach drei Monaten die tatsächlichen Kosten und Mengen auswerten.
- Erst dann entscheiden – mit Zahlen statt mit Vermutungen.
Wenn der Preis nicht entscheidet
Bei Gesundheitsdaten, Personalakten oder Unterlagen mit Geheimhaltungsverpflichtung kann die Frage lauten: Ist eine Verarbeitung beim Anbieter überhaupt zulässig? Dann ist der eigene Server keine Kostenentscheidung, sondern die Voraussetzung dafür, dass das Vorhaben stattfinden darf.
Kernfakten
- Geringes Volumen
- Cloud ist fast immer günstiger
- Grösster vergessener Posten
- Arbeitszeit für den Betrieb
- Empfohlenes Vorgehen
- Erst messen, nach drei Monaten entscheiden