Fachwissen für digitale Entscheidungen
Welche offenen Sprachmodelle kommen für den Eigenbetrieb infrage?
Kurzantwort
Die verbreiteten Familien
| Familie | Herkunft | Anmerkung |
|---|---|---|
| Llama | Meta | Weit verbreitet, viele Werkzeuge, eigene Lizenzbedingungen |
| Qwen | Alibaba | Starke Ergebnisse, gute Mehrsprachigkeit |
| Mistral | Frankreich | Europäisch, effizient bei kleiner Grösse |
| Gemma | Kompakt, für einfache Aufgaben |
Lizenzen genau lesen
„Offen" heisst nicht automatisch „frei verwendbar". Einige Modelle stehen unter Lizenzen mit Einschränkungen für die kommerzielle Nutzung oder ab einer bestimmten Nutzerzahl. Das gehört vor dem Einsatz geprüft – nicht danach.
Wie man richtig auswählt
Ranglisten im Internet sagen wenig über Ihren Anwendungsfall. Sinnvoll ist:
- Zwanzig bis fünfzig echte Fälle aus Ihrem Alltag sammeln, mit der jeweils richtigen Antwort.
- Zwei bis drei Modelle damit durchlaufen lassen.
- Vergleichen: Trefferquote, Antwortzeit, Kosten.
Dieser halbe Tag ist mehr wert als jede Empfehlung – auch mehr als diese hier.
Deutsch als Kriterium
Viele Modelle sind überwiegend auf englischen Texten trainiert. Bei deutschen Fachtexten, Behördensprache oder Schweizer Rechtschreibung zeigen sich deutliche Unterschiede. Testen Sie mit Ihren eigenen Texten, nicht mit Beispielsätzen.
Wichtiger Hinweis zur Aktualität
Modelle erscheinen und veralten schnell. Die genannten Familien sind eine Orientierung, keine Empfehlung für einen bestimmten Stand. Massgeblich bleibt der eigene Test mit eigenen Texten – er ist in einem halben Tag gemacht und aussagekräftiger als jede Liste.
Kernfakten
- Verbreitet
- Llama, Qwen, Mistral, Gemma
- Wichtiger als der Name
- Test mit eigenen deutschen Texten
- Vor dem Einsatz prüfen
- Lizenzbedingungen für kommerzielle Nutzung